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Index für Inklusion im und durch Sport
Kompaktversion
Ein Wegweiser zur Förderung der Vielfalt im organisierten Sport in Deutschland
Inhaltsverzeichnis
ein großes Hintergrundbild zeigt Rollstuhlbasketballer beim lockeren Spiel auf einem Streetball-Sportplatzein großes Hintergrundbild zeigt Rollstuhlbasketballer beim lockeren Spiel auf einem Streetball-Sportplatz
Wie ist die Kompaktversion des Index für Inklusion im und durch Sport zu nutzen?
Im zehnten Jahr nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland hat das Thema Inklusion im und durch Sport deutlich an Gewicht und Be-­deutung dazugewonnen. Nicht nur die Behindertensportverbände im Deutschen Olym-­pischen Sportbund (DOSB), sondern insbesondere Sportvereine und regionale Sportbün-­de aus ganz Deutschland schaffen Rahmenbedingungen für den Sport von Menschen mit Behinderung und stellen inklusive Sportangebote bereit. Allerdings handelt es sich nach wie vor noch um zu wenige Vereine und Angebote, um von einem flächendeckenden und wohnortnahen Sportangebot für alle Menschen mit Behinderung, die gerne Sport-­treiben möchten, sprechen zu können.
Um noch mehr Sportvereine und Sportverbände zu motivieren, sich für das Thema zu öffnen, soll die vorliegende Kompaktversion, als zentrales Projektergebnis aus dem Mo-­dellprojekt MIA – Mehr Inklusion für Alle, einen ersten praktischen Einstieg in die Um-­setzung von Inklusion im und durch Sport ermöglichen. Konkret soll es in dieser Version darum gehen, welche praktischen Maßnahmen dazu beitragen, Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung im Sport zu schaffen, Berührungsängste abzu-­bauen und eine Willkommenskultur für Menschen mit Behinderung im Sportverein und Sportverband zu schaffen. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, den Schwerpunkt der Kompaktversion auf die Darstellung und Erläuterung des fünfphasi-­gen Index-Prozesses (Teil 2 der Gesamtversion des Index) zu legen. Gegenüber der ur-­sprünglichen Darstellung ist der Teil „Der Index in der Praxis“ nun um die Erfahrungen, Good-Practice-Beispiele und Arbeitshilfen aus den MIA-Modellregionen ergänzt.
Eine Zusammenfassung der wesentli-­chen Inhalte der Teile 1, 3, 4 und 5 gibt einen Einblick in die Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport und lädt zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Thematik ein. Die Kompaktversion ver-­weist an den passenden Stellen auf die Zielstel-­lungen, Fragen, Arbeitsmaterialien, sowie auf weiterführende Hinweise und Literatur aus der Gesamtversion des Index.
Eine Fotomontage zeigt die Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch SportEine Fotomontage zeigt die Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport
Teil 1
Ansatzpunkte und Grundlagen für die Entwicklung einer inklusiven Sportlandschaft vor Ort
Der Teil 1 in der Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport
( www.dbs-npc.de/index-gesamt.html ) umfasst folgende Inhalte:
  • e
    Inklusion im und durch Sport – worum geht es eigentlich?
  • e
    Was bedeutet Inklusion?
  • e
    Was bedeutet Inklusion im und durch Sport?
  • e
    Akteure der Inklusion – Was heißt das für …?
  • e
    Inklusion – Was heißt das für Sie ganz persönlich?
  • e
    Inklusion – Was heißt das für den Sportverein?
  • e
    Für den Sportverein könnten inklusive Prozesse wie folgt aussehen
  • e
    Inklusion – Was heißt das für den Sportverband?
  • e
    Für den Sportverband könnten inklusive Prozesse wie folgt aussehen
  • e
    Chancen und Grenzen – Perspektive für alle
Dieser Teil des Index für Inklusion im und durch Sport vermittelt Ihnen die Grund-­lagen der Thematik und hilft dabei, die eigene Vorstellung von Inklusion zu über-­prüfen und zu erweitern. Insbesondere unterstützt Sie der Index in diesem Teil, Ihr individuelles Ziel sowie das Ziel Ihres Vereins oder Ihres Verbands zu erarbeiten und weiterzuentwickeln.
Auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention werden im Teil 1 die Begriffe „In-­klusion“ und „Inklusion im und durch Sport“ erläutert. Zur Umsetzung der UN-BRK im und durch Sport hat der Deutsche Behindertensportverband 2019 ein neues Positions-­papier veröffentlicht ( www.dbs-npc.de/un-brk.html ).
Teil 1 zeigt zudem auf, was Inklusion für Sportvereine und Sportverbände bedeutet, wie konkrete Inklusionsprozesse aussehen können und wo die Chancen und Grenzen liegen.
Der Grundgedanke der Inklusion soll Sportvereine ermutigen, Voraussetzungen für In-­klusion zu schaffen. Wir wollen motivieren, das Geschehen im Sportverein an sich und auch das eigene Sportangebot oder die Gruppe zu überprüfen, ob und wie eine Öffnung gelingen kann.
Teil 2
Der Index in der Praxis
Der Einstieg in den Index – Wo beginne ich ?
Den Einstieg in den Index legen Sie selbst fest. Es ist nicht festgeschrieben, dass immer nur am „Anfang“ gestartet werden soll. Inklusion ist ein dynamischer Prozess, einige sind weiter in diesem Prozess, andere sind noch nicht so weit. Die Situation in Ihrem Sozial-­raum kann durch drei miteinander verbundene Bereiche „erforscht“ werden (Abb. 1). Diese drei Bereiche sind notwendig, um Inklusion vor Ort zu analysieren und zu ent-­wickeln.
Abbildung 1: Die drei Bereiche zum Einstieg in den Index. In Anlehnung an Boban und Hinz (2003).
Möchten Sie zum Beispiel erst eine gemeinsame Philosophie aufbauen, dann beginnen Sie bei dem Bereich „Kulturen schaffen“. Wenn Sie die strukturelle Ebene in Ihrem Sozial-­raum in den Fokus nehmen möchten, dann beginnen Sie im Bereich „Strukturen etablie-­ren“. Geht es um die praktische Durchführung von Sportangeboten, dann gibt Ihnen der Bereich „Praktiken entwickeln“ einige Hilfestellungen.
die schematische Abbildung 1 dient zum Einstieg in den Index und zeigt die drei Bereiche A) Inklusive Kulturen schaffen, B) Inklusive Strukturen etablieren und C) Inklusive Praktiken entwickelnDiese drei Bereiche werden im nächsten Schritt näher erklärt:
C Inklusive Praktiken entwickeln
B Inklusive Strukturen etablieren
A Inklusive Kulturen schaffen
AA – Inklusive Kulturen schaffen
Dieser Bereich beinhaltet das gemeinsame Verständnis von Inklusion und zielt darauf ab, eine akzeptierende, zusammenarbeitende und anregende Gemeinschaft zu bilden. Der Bereich A – Inklusive Kulturen schaffen, ist bewusst als Basis des Dreiecks platziert. Inklusive Kulturen sind die Basis einer strukturellen Entwicklung, die Veränderungen in den anderen Bereichen (B und C) einleiten.
BB – Inklusive Strukturen etablieren
Dieser Bereich soll gewährleisten, dass Inklusion bei Ihnen vor Ort alle Ebenen durch-dringt. Inklusive Strukturen, die die Vielfalt aller berücksichtigen, werden geschaffen (z. B. Barrieren werden abgebaut).
CC – Inklusive Praktiken entwickeln
Dieser Bereich spiegelt die Kulturen und Strukturen in Ihrem Sozialraum wider, um so in-­klusive Praktiken entwickeln zu können (z.B. Vernetzung Ihrer Organisation mit anderen Einrichtungen/Organisationen).
Abbildung 2: Grafische Darstellung der Gliederung: Bereich, Zielstellung, Frage.
Die drei Bereiche sind in verschiedene Zielstellungen untergliedert, die einen wichtigen Bestandteil in der Entwicklung Ihres Sozialraums repräsentieren (Abb. 2). Die Bedeutung jeder Zielstellung wird durch mehrere Fragen konkretisiert.
Frage
Zielstellung
Bereich A
Vermittelt der Sportver-
band/-verein ein „Herzlich-
Willkommen-Gefühl“
(z.B. durch eine freundliche Kontaktaufnahme, gute
Beratungsatmosphäre)?
Jede*r fühlt sich
willkommen
Inklusive Kulturen
schaffen
Der Fragenkatalog des Index
Der Fragenkatalog bietet Ihnen vor Ort die Chance, gezielte Fragen zum Auf- und Ausbau inklusiver Kulturen, Strukturen und Praktiken zu stellen. Die Befragungsergebnisse geben Auskunft über die Motive, Bedürfnisse und Wünsche hinsichtlich der Gestaltung einer inklusiven Sportlandschaft.
Der Fragenkatalog soll Ihnen vor Ort:
  • e
    Mut machen, Inklusion in den Strukturen zum Thema zu machen
  • e
    Bestätigung geben, den eingeschlagenen Weg weiter voranzugehen
  • e
    Wege aufzeigen, Strukturen und Angebote zu prüfen, ob und wie eine Öffnung möglich ist
Mit dem Index-Fragenkatalog können Sie vor Ort in Erfahrung bringen
  • e
    wie sie Inklusionsprozesse umsetzen können (Barrieren abbauen, Teilhabe ermöglichen)
  • e
    wo sie den Gedanken der Inklusion bereits erfüllen
  • e
    was bereits gut gelingt
  • e
    welche Voraussetzungen noch geschaffen werden können
  • e
    dass es sich lohnt, sich für Inklusion einzusetzen
Einen Überblick aller Zielstellungen sowie der jeweiligen Fragen können Sie den Seiten 44 bis 64 aus dem Teil 3 der Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport entnehmen ( www.dbs-npc.de/index-gesamt.html ).
Ein Gruppenfoto der Teilnehmer einer Veranstaltung im Projekt MIA.Ein Gruppenfoto der Teilnehmer einer Veranstaltung im Projekt MIA.
Phase V
Index-Prozess
reflektieren
Phase IV
Prioritäten
umsetzen
Phase III
Ziele und
Prioritäten
festlegen
Phase II
Situation
beleuchten
Phase I
Index-Prozess
beginnen
Der Index-Prozess
Der Index-Prozess beschreibt einzelne Phasen der Entwicklung Ihres Sozialraums hin zu einer inklusiven Sportlandschaft. Er soll dabei helfen, den Index für Inklusion im und durch Sport in der Praxis anzuwenden und soll als Stütze bzw. Wegweiser dienen.
Der Index-Prozess bietet die Grundlage für eine detaillierte gemeinschaftliche Bestands-­aufnahme, die die Erfahrungen jeder Person mit einbezieht, die in Ihrem Sozialraum agiert. Es geht nicht um die Bewertung der Kompetenzen von einzelnen Personen, son-­dern vielmehr darum, Wege zu finden, eine inklusive Entwicklung voranzubringen.
Abbildung 3: Die verschiedenen Phasen des Indexprozesses. In Anlehnung an Boban und Hinz (2003).
Sie werden auf dem Weg merken, dass
  • e
    Sie Möglichkeiten für inklusive Entwicklungen entdecken, die vorher nicht im Bewusstsein waren
  • e
    Ihr Sozialraum in einigen Bereichen inklusiver ist als vorher gedacht
  • e
    Ihr Sozialraum in einigen Bereichen weniger inklusiv ist als vorher gedacht
  • e
    sich die Art, wie alle Beteiligten miteinander arbeiten, verändert
  • e
    sich auch der zwischenmenschliche Umgang der Akteure untereinander verändert
  • e
    Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen – in einigen Phasen werden Sie sicher mehr Zeit benötigen als in anderen
BEISPIEL AUS DEM PROJEKT MIA
Individuelle Beratungen vor Ort
Zusätzlich zur Arbeit mit dem Index gehörte eine unabhängige, externe und fach-­liche Beratung zu den wesentlichen Merkmalen des Projektes MIA und trug somit zu einer positiven Entwicklung inklusiver Kulturen, Strukturen und Praktiken in den Modellregionen bei. Sie unterstützte die Verantwortlichen und gab ihnen Hilfen bzw. Handlungsempfehlungen an die Hand, um die jeweiligen Prozesse gezielt zu steuern und inklusive Entwicklungen in den Regionen voranzutreiben.
Grundsätzlich sollte sich die Beratung an den fünf Phasen des Index orientieren. Die Er-­fahrung aus dem Projekt zeigte allerdings auch, dass man gut beraten ist, sich auf die re-­gionalen Gegebenheiten einzustellen und nach einer systemischen Analyse, die Inhalte einer Beratung den Bedarfen der jeweiligen Region anzupassen.
Phase I – Den Index-Prozess beginnen
Aus welcher Perspektive heraus Sie auch immer den Index-Prozess starten, holen Sie sich Verstärkung. Die Schaffung von dauerhaften Kooperationen und Netzwerken auf lokaler Ebene muss bei der nachhaltigen Entwicklung einer inklusiven Sportlandschaft als zent-­rale Aufgabe verstanden werden und direkt zu Beginn des Prozesses erfolgen.
Wenn es möglich ist, holen Sie daher verschiedene Personen aus Ihrem Sozialraum mit ins Boot und bilden Sie ein breitgefächertes Netzwerk.
Dieses sollte aus möglichst vielen verschiedenen Personen zusammengesetzt sein:
  • e
    Vorstände und Geschäftsführungen von Sportvereinen
  • e
    Übungsleiter*innen und Trainer*innen
  • e
    Vertreter*innen der Behindertenhilfe
  • e
    Vertreter*innen aus der Politik
  • e
    Vertreter*innen aus der Wirtschaft
  • e
    Menschen mit Behinderung als Experten in eigener Sache
  • e
    Eltern und Angehörige von Menschen mit Behinderung
Achten Sie darauf, dass die Zusammensetzung des Netzwerkes die Zusammensetzung Ihres Sozialraums widerspiegelt. Entscheiden Sie sich gemeinsam, den Prozess der Ent-­wicklung hin zu einer inklusiven Sportlandschaft in die eigenen Hände zu nehmen – dies ist der entscheidende Schritt.
Die Einführung des Index abstimmen:
  • e
    Auf welche Hindernisse könnte die Einführung des Index in unserem Sportverein/-verband stoßen?
  • e
    Wie können diese Hindernisse minimiert werden?
  • e
    Wie kann der Index am besten eingeführt werden?
  • e
    Alle Mitglieder des Teams steigern ihr Bewusstsein für Inklusion im und durch Sport durch die Auseinandersetzung mit dem Index und der Vor-­bereitung der Materialien.
Bevor das Netzwerk andere (z. B. Sportler*innen) in die Thematik einführt und mit der Arbeit beginnt, ist es hilfreich, dass das Netzwerk im Vorfeld miteinander eine gemeinsa-­me Sichtweise entwickelt und abstimmt, um zu verstehen, wie mit dem Index und seinen Materialien (Fragenkatalog, Fragebögen etc.) gearbeitet werden kann.
Jedes Mitglied des Netzwerkes sollte sich mit den Materialien auseinandersetzen und ggf. zusätzliche Zielstellungen und Fragen erarbeiten. Adaptieren Sie die Zielstellungen und Fragen so, dass sie zu Ihrer spezifischen Situation und Ihren Gegebenheiten vor Ort passen.
BEISPIEL AUS DEM PROJEKT MIA
Zusammensetzung von Netzwerken
Im Projekt MIA zeigte sich, dass durch den Aufbau von Runden Tischen eine ge-­meinsame Zusammenarbeit sowie ein regelmäßiger Austausch hergestellt und Sy-­nergieeffekte genutzt werden konnten. Die Zusammensetzung der Runden Tische reichte dabei vom ehrenamtlich tätigen Ehepaar an der Vereinsspitze eines kleinen Handballclubs bis hin zum Sportamt einer Stadt mit knapp 160.000 Einwohner*in-­nen. In anderen Modellregionen starteten ein Kreis- bzw. Stadtsportbund beispiels-­weise direkt mit der Kreis- bzw. Stadtverwaltung sowie weiteren lokalen Vereinen gemeinsam ins Projekt.
Eine erfolgreiche Kommunikation und Netzwerkarbeit wird zudem erheblich von den strukturellen Gegebenheiten vor Ort, sowie der individuellen Motivation und den vor-­handenen Ressourcen des Kümereres * der Kümmerin beeinflusst, welchen Sie unbe-­dingt zum Start des Index-Prozesses benennen sollten und bei dem anschließend alle Fäden zusammenlaufen. Der Kümmerer * die Kümmerin ist das Gesicht für Inklusion in Ihrem Sozialraum und Ansprechperson für alle Fragen rund um dieses Thema.
BEISPIEL AUS DEM PROJEKT MIA
Der Kümmerer * die Kümmerin
…ist eine Person, die in einem klar definierten Sozialraum (Region) alle Entwicklungs-­prozesse zur Schaffung und Entwicklung von inklusiven Kulturen, Strukturen und Praktiken zentral bündelt, plant und organisiert.
Im Projekt MIA war diese Hauptansprechperson Identifikationsfigur, Motivator*in, Helfer*in, Multiplikator*in und zentrale Anlaufstelle für die Region. In den 10 Mo-­dellregionen gab es ehrenamtliche und hauptamtliche Hauptansprechpersonen, die unterschiedliche persönliche Grundvoraussetzungen mitbrachten und deren Han-­deln Auswirkungen auf die regionalen Entwicklungsprozesse hatte. Dabei entschie-­den die Motivation, Haltung, Qualifikationen, Engagement und zeitlichen Ressour-­cen über Qualität und Tempo einer inklusiven Entwicklung in der Region.
Phase II – Die Situation beleuchten
In dieser Phase werden verschiedene Personen im Sozialraum anhand einer Befragung um eine Einschätzung der Situation gebeten. Es empfiehlt sich, die Fragebögen an die individuelle Situation vor Ort anzupassen. Nur so können die Fragebögen bestmöglich in Ihrem Sozialraum eingesetzt werden. Um alle relevanten Zielgruppen zu identifizieren, zu befragen und eine umfangreiche Auswertung durchzuführen, müssen zeitliche und personelle Ressourcen eingeplant und passgenaue Befragungsinstrumente ausgewählt werden.
Die Befragungsergebnisse geben einen Überblick darüber, welche Themen und Schwer-­punkte für die Mitglieder, Sportler*innen, Mitarbeiter*innen etc. wichtig sind. Dabei müssen nicht immer Fragebögen in papier- oder digitaler Form verwendet werden, es kann beispielsweise auch ein persönliches Interview durchgeführt werden, um ein Feed-­back von einzelnen Personen einzuholen. Bei der Wahl der Befragungsmethode sind die eigenen Ressourcen und die Größe und Zusammensetzung der zu befragenden Zielgrup-­pe zu beachten.
Auf den Seiten 65 bis 81 im Teil 4 des Index für Inklusion im und durch Sport ( www.dbs-npc.de/index-gesamt.html ) finden Sie in den Arbeitsmaterialien weite-­re ausführliche Beispiele zur Befragung von Teilnehmer*innen an Sportangeboten, Übungsleiter*innen und Trainer*innen, Angehörigen und gesetzlichen Betreuer*innen von Sportler*innen, Vereinsmitarbeiter*innen sowie Vereinsvorständen und Geschäfts-­führungen.
BEISPIEL AUS DEM PROJEKT MIA
Befragung der Zielgruppe – Menschen mit Behinderung
  • e
    Nehmen Sie momentan in der Freizeit an einem regelmäßigen Sportangebot teil? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wo und an welchem Angebot?
  • e
    Möchten Sie gerne an einem (zusätzlichen) Bewegungs-, Spiel oder Sportangebot teilnehmen? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, für welches Sportangebot wünschen Sie sich ein Angebot in einem regionalen Sportverein?
  • e
    Angenommen, das gewünschte Angebot käme zustande, gäbe es Ihrerseits Schwierigkeiten, eine Teilnahme zu ermöglichen?
  • e
    Möchten Sie sich darüber hinaus auch im Sport engagieren (z. B. als Übungslei-­ter*in, als Helfer*in bei Sportfesten, im Vereinsvorstand)
Leichtathletikveranstaltung: Eine Person mit körperlichen Einschränkungen wird von 2 Helferinnen unterstütztLeichtathletikveranstaltung: Eine Person mit körperlichen Einschränkungen wird von 2 Helferinnen unterstützt
BEISPIEL AUS DEM PROJEKT MIA
Befragung potenzieller Netzwerkpartner*innen
  • e
    Welche Verbindung hat Ihre Struktur zum Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderung (im Sport)?
  • e
    In welcher Art und Weise werden Menschen mit Behinderung in Ihren Strukturen eingebunden?
  • e
    Kennen Sie konkret Menschen mit Behinderung oder andere Zielgruppen in Ihrer Region, die bisher keinen Zugang zum Sport gefunden haben?
  • e
    Mit welchen Strukturen bestehen bereits Zusammenarbeiten bzw. Koope-­rationen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderung einset-­zen?
  • e
    Vor welchen Herausforderungen stehen Sie, wenn Sie auf das Thema Inklu-sion und Sport blicken?
  • e
    Möchten Sie sich (oder eine Vertretung Ihrer Struktur) in einem Netzwerk zum Thema Inklusion und Sport einbringen, um Ihre Region (weiter) inklusiv auf- und auszubauen?
Phase III – Die Ziele und Prioritäten festlegen
In Phase III entscheidet das Netzwerk, mit welchen Themen es sich aufgrund der Ergeb-­nisse aus Phase II näher beschäftigen möchte. Im Sozialraum können damit Grundlagen geschaffen und Prioritäten festgelegt werden, um inklusive Prozesse einzuleiten. Die Ent-­scheidung darüber, in welchem Umfang sich Ihr Sozialraum erweitern oder ändern soll und kann, treffen Sie dabei selbst.
Folgende Fragen können helfen:
  • e
    Sind die Ergebnisse der Befragungen der verschiedenen Zielgruppen berück-­sichtigt? Welches Ziel wollen wir kurz-, mittel- und langfristig erreichen?
  • e
    Was liegt in meinem Einflussbereich? Wo kann ich selbst anfangen? Welche Zielgruppe wollen wir mit dem Ergebnis erreichen?
  • e
    Bis wann wollen wir das Ziel erreichen?
  • e
    Woran erkennen wir, dass wir das Ziel erreicht haben? Woran werden es andere erkennen?
  • e
    Wie halten wir fest, was wir erreicht haben?
Zusätzlich ist es hilfreich, wenn die zu erarbeitenden Prioritäten in Abstimmung mit der in Phase II gesammelten Informationen aller im Sozialraum aktiven Personen Berücksich-­tigung finden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Prioritäten und Ziele realistisch sind.
Im Projekt MIA haben sich in dieser Phase beispielsweise folgende Prioritäten heraus-­gebildet, die im Index-Prozess mit den dargestellten Zielen versehen wurden:
Zugänglichkeit und gleichberechtigte Teilhabe am Sport für Menschen mit Behinderung schaffen
Bekanntmachung und Verbreitung inklusiver Maßnahmen
Aus- und Fortbildung von Trainer*in-­nen und Übungsleiter*innen
Wissenserwerb und Weitergabe von Informationen zum Thema Inklusion im und durch Sport
Begegnungen und Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung initiieren
Aufbau und Erweiterung des Sport- angebots für Menschen mit Behinderung
Barrierefreiheit und Unter-­stützungsbedarf
Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit
Qualifizierung
Informationsvermittlung und Wissensaustausch
Sensibilisierung und
Bewusstseinsbildung
Teilhabe und Vielfalt
Phase IV – Die Prioritäten umsetzen
In dieser Phase werden die aus den Prioritäten abgeleiteten Ziele in praktische Maßnah-­men übersetzt und durchgeführt. Anschließend können die Maßnahmen hinsichtlich der Zielerreichung ausgewertet werden.
Folgende Fragen können helfen:
  • e
    Welche Maßnahmen werden auf Grundlage der in Phase III festgelegten Prioritäten in Phase IV umgesetzt und wie sollen diese konkret aussehen?
  • e
    Ergeben sich innerhalb der Umsetzungsphase IV neue Maßnahmen, die vorher nicht in den Blick geraten sind? Wenn ja, welche sind dies?
BEISPIEL AUS DEM PROJEKT MIA
Umsetzung von Prioritäten
Eine Modellregion aus dem Projekt MIA leitete aus den Ergebnissen der in Index-Phase II durchgeführten Befragung das Thema „Qualifizierung” als oberste Priorität ab und führte daraufhin ein Wochenendseminar für Übungsleiter*innen zum Thema „Sport von Menschen mit Behinderung” sowie eine sechsteilige Fortbildungsreihe zum Thema „Teilhabe und Vielfalt” durch.
Eine andere Modellregion schloss aus den gesammelten Rückmeldungen, dass in ihrem Sozialraum der Wunsch nach mehr Informationen zu bestehenden Sportan-­geboten für Menschen mit Behinderung sowie nach Möglichkeiten zum praktischen Erleben des gemeinsamen Sporttreibens besteht. Diesem Wunsch nach mehr Kom-­munikation und Öffentlichkeitsarbeit begegnete die Modellregion mit der Durch-­führung einer Woche des inklusiven Sports mit verschiedenen Schnuppersportan-­geboten und einem Flyer mit einem Überblick der bereits vorhandenen inklusiven Sportangebote.
Ein Sportverein aus einer eher ländlich geprägten Modellregion priorisierte das The-­ma „Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung”, woraufhin man sich zu einem Infor-­mationsabend zum Thema Inklusion im und durch Sport sowie einem Sportfest für Schüler*innen mit und ohne Behinderung entschied.
Phase V – Den Index-Prozess reflektieren
In dieser Phase wird der komplette Prozess noch einmal reflektiert und das Netzwerk blickt auf den Gesamtprozess zurück.
Folgende Fragen können helfen:
Runder Tisch und Netzwerk
  • e
    Wie gut hat das Team (z. B. Runder Tisch, erweitertes Netzwerk) zusammen-­gearbeitet hinsichtlich der …
Zusammensetzung (z. B. konnte der Runde Tisch oder das erweiterte Netz-­werk vergrößert werden? Haben sich vielfältige Strukturen beteiligt?)
Arbeitsaufteilung und Verantwortung (z. B. war die Unterstützung der Mit-­glieder des Runden Tisches/des Netzwerks zufriedenstellend?)
Beratung gegenüber anderen (z. B. gab es konkrete Beratungsleistungen, die bei anderen vorgenommen wurden?)
Zielerreichung
  • e
    Wie wird die Erreichung der gesteckten Ziele im gesamten Prozess bewertet?
  • e
    Wurden im Prozess wirklich alle gewünschten Zielgruppen berücksichtigt?
  • e
    In welchem Umfang haben die Bereiche (Inklusive Kulturen, Strukturen, Prak-­tiken) und Zielstellungen des Index bei der Arbeit geholfen?
  • e
    In welchem Maße haben die ausgewählten Zielstellungen und Fragen aus dem In-­dex dabei geholfen, Prioritäten festzulegen, die sonst übersehen worden wären?
  • e
    Inwieweit haben die Prioritäten (Festlegung in der Index-Phase III) dabei ge-­holfen, die Ziele zu erreichen?
  • e
    Inwieweit hat die Arbeit mit dem Index sowie die Orientierung an den Phasen des Index-Prozesses die Arbeit unterstützt?
Fazit und Nachhaltigkeit
  • e
    Wird auch über das Ende des Index-Prozesses hinaus inklusiv gearbeitet wer-­den? Wird der Runde Tisch oder das Netzwerk weiterarbeiten? Wenn ja, wie sollen die bisherigen Entwicklungen nachhaltig gestaltet werden?
  • e
    Gibt es bereits weitere Zielstellungen oder Maßnahmen, die über den Index-Prozess hinaus weiterverfolgt werden sollen? Wenn ja, welche?
  • e
    Gibt es weitere notwendige Veränderungen/Entwicklungen, die dafür stim-­men, den Prozess erneut gemeinsam anzugehen bzw. auszuweiten?
  • e
    Gibt es rückblickend aus der Erfahrung heraus Vorschläge und Hinweise, wie der bisherige Prozess hätte hilfreicher gestaltet werden können?
  • e
    Wie wird die Teilnahme am Index-Prozess abschließend beurteilt?
BEISPIEL AUS DEM PROJEKT MIA
Nachhaltigkeitsstrategien
Um den nachhaltigen Erfolg des Index-Prozesses abzusichern, wurde den Modellre-­gionen im Projekt MIA unter anderem zu folgenden beispielhaften Nachhaltigkeits-­strategien geraten:
  • e
    Sicherung der bestehenden Personalstellen, Etablierung der Kümmerer zur Umsetzung von Inklusion im und durch Sport über das Projektende hinaus
  • e
    Wiederholung bzw. Verstetigung erfolgreich durchgeführter inklusiver Maßnahmen (z. B. erneute Durchführung eines inklusiven Spiel- und Sport-­fests, Ergänzung weiterer inklusiver Sportangebote in Broschüren, Flyern)
  • e
    Ausweitung der Aktivitäten zur Umsetzung von Inklusion im und durch Sport auf den Landkreis
  • e
    Überführung der regionalen Aktivitäten zur Umsetzung von Inklusion im und durch Sport in einen landesweiten Aktionsplan zur Thematik
  • e
    Verstetigung und Erweiterung des etablierten Netzwerks zu einem offenen Arbeitskreis für alle interessierten Akteure im Sozialraum
Mädchen und Junge trainieren mit Kind im Rollstuhl mit einem MedizinballMädchen und Junge trainieren mit Kind im Rollstuhl mit einem Medizinball
Teil 3
Fragenkatalog
diese Grafik visualisiert den Bereich des Fragenkatalogs aus der Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sportdiese Grafik visualisiert den Bereich des Fragenkatalogs aus der Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport
Der Fragenkatalog auf den Seiten 44 bis 64 in der Gesamtversion des Index für In-­klusion im und durch Sport ( www.dbs-npc.de/index-gesamt.html ) umfasst folgende Inhalte:
  • e
    Übersicht der Bereiche, Zielstellungen und Fragen
  • e
    Bereich A – Inklusive Kulturen schaffen
  • e
    Bereich B – Inklusive Strukturen etablieren
  • e
    Bereich C – Inklusive Praktiken entwickeln
Im Fragenkatalog finden Sie eine Zuordnung von Zielstel-­lungen und Fragen zu den drei Bereichen (A, B, C). Zudem stellt der Fragenkatalog ziel-­führende Fragen, die Wege und Möglichkeiten der Inklu-­sion im und durch Sport auf-­zeigen. Er bietet Spielraum für Veränderungen und An-­passungen. Jede Organisation kann eine eigene Version des Fragenkataloges erstellen, in-­dem dieser an die individuelle Situation und die spezifischen Rahmenbedingungen vor Ort angepasst wird.
Bestehende Ziele und Fragen können verändert, eigene hinzugefügt oder andere weg-­gelassen werden. Die Herangehensweise hängt dabei von der Größe und Struktur Ihres Sozialraums ab und kann sehr stark variieren.
Einige werden sicher auf Grundlage dieser Fragen Anknüpfungspunkte sehen und di-­rekt mit der Arbeit beginnen. In anderen Organisationen sind womöglich verschiedene Zielstellungen und Fragen aufgrund der jeweiligen Ausrichtung nicht anwendbar. Diese Anpassungen sollen jedoch nicht davon abhalten, herausfordernde Fragen oder Zielstel-­lungen anzugehen.
Teil 4
Arbeitsmaterialien
Teil 4 der Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport beinhaltet verschiede-­ne Arbeitsmaterialien und Fragebögen, um die verschiedenen Bedarfe in Ihrem Sport-­verein/Sportverband/Sozialraum in den jeweiligen Index-Phasen zu ermitteln ( www.dbs-npc.de/index-gesamt.html ).
  • e
    Prioritäten für meinen Sportverein/Sportverband (Index-Phase I)
  • e
    Index-Prozess – Übersicht für eigene Notizen (Index-Phase I)
  • e
    Fragebogen: Zielstellungen mit Analyseraster (Index-Phase I und II)
  • e
    Fragebogen: Teilnehmer*in bzw. Sportler*in (Index-Phase II und III)
  • e
    Fragebogen: Übungsleiter*in bzw. Trainer*in und deren Helfer*in (Index-Phase II und III)
  • e
    Fragebogen: Vorstand bzw. Geschäftsleitung (Index-Phase II und III)
  • e
    Fragebogen: Mitarbeiter*in (Index-Phase II und III)
  • e
    Fragebogen: Angehörige bzw. (gesetzliche) Betreuer*in (Index-Phase II und III)
  • e
    Fragebogen: Zum Individualisieren (Index-Phase II und III)
  • e
    Fragebogen: Leichte Sprache (Index-Phase II und III)
  • e
    Fragebogen (zum Individualisieren): Selbstcheck
Neben den vorgeschlagenen Unterlagen gibt es bei jedem Fragebogen die Möglichkeit, eigene Fragen für die individuelle Situation in Ihrem Sportverein/Sportverband/Sozial-­raum zu entwickeln und somit den Prozess auf die jeweiligen Verhältnisse in Ihrer Orga-­nisation oder Region anzupassen.
Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projektes MIA zwei weitere Fragebögen für Menschen mit Behinderung und Netzwerkstrukturen entwickelt, die in der Darstellung der Index-Phase II auf den Seiten 13 und 14 beispielhaft aufgeführt werden.
Teil 5
Weiterführendes
Die Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport ( www.dbs-npc.de/index-gesamt.html ) unterstützt Sie in diesem Bereich mit einer Zusammenfassung von Förder-­möglichkeiten, einer Übersicht von Stiftungen und weiterführenden Informatio-­nen zu diesem Thema. Im Einzelnen sind folgende Inhalte in Teil 5 enthalten:
  • e
    Gute Praxis zum Nachmachen
  • e
    Weiterführende Hinweise und Adressen
Allgemeines zum Thema Inklusion
Informationsplattformen
Inklusions-Index/Checks
Bildung und Qualifizierung
Barrierefreiheit
Fördermöglichkeiten/Stiftungen
Internet-Adressen und Mitglieder des Arbeitsforums
  • e
    Zitierte Literatur und Literaturempfehlungen
  • e
    Glossar
Neben Barrierefreiheit, Engagement, Öffentlichkeitsarbeit, Ver-­netzung und Qualifizierung braucht es oftmals auch zu-­sätzliche finanzielle Ressourcen, um Inklusion vor Ort voranzutreiben. Insbesondere die Frage nach der Akquise von finanzieller Unterstützung wurde im Rahmen eines Infotages im Projekt MIA mit den Modellregionen thematisiert
Über das Online-Forum MIA haben Sie im Sinne von „Sie fragen – wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen Lösungen“ die Möglichkeit, sich mit ande-­ren Expert*innen und Interessierten zum Thema Inklusion im und durch Sport auszutauschen
die Abbildung zeigt das MIA-Online-Forum auf einem Smartphonedie Abbildung zeigt das MIA-Online-Forum auf einem Smartphone
Inklusion im und durch Sport - Wie kann es weitergehen…?
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Kurzfassung einen schnellen Einstieg in die Thematik ermöglicht haben. Für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema empfehlen wir Ihnen die Lektüre der Gesamtversion des Index für Inklusion im und durch Sport ( www.dbs-npc.de/index-gesamt.html ).
Zusätzlich zu den Beispielen aus den Modellregionen des Projektes „MIA – Mehr Inklusion für Alle“, die wir Ihnen in der vorliegenden Kompaktversion aufberei-­tet haben, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unsere Projekthomepage. Dort finden Sie weitere Good-Practice-Beispiele zur Umsetzung von Inklusion im und durch Sport, eine ausführliche Dokumentation der Abschlussveranstaltung, sowie Informatio-­nen zum Projekt MIA und zum Index für Inklusion im und durch Sport in leichter Sprache ( www.mehr-inklusion-fuer-alle.de ).
Bei Fragen rund um das Thema Inklusion im und durch Sport für Ihre Region stehen Ihnen die zuständigen Ansprechpartner*innen in Ihren jeweiligen DBS-Landes- und Fachverbänden als Expert*innen zur Verfügung
Für Fragen zum Thema Inklusion im und durch Sport auf Bundesebene und bei Rückfra-­gen zur Gesamt- bzw. Kompaktversion des Index steht Ihnen der Deutsche Behinderten-­sportverband gerne mit Rat und Tat zur Seite:
Kai Niklas Labinski
Referent für Breitensport und Inklusion
Abschließend möchten wir Ihnen für das aufmerksame Lesen dieser Kompaktversion des Index für Inklusion im und durch Sport danken!
Unabhängig davon, mit welchem Blickwinkel Sie die Inhalte der Kompaktversion gele-­sen haben, Sie werden sicherlich neue Anregungen für die Sportverbands- bzw. Sport-­vereinsarbeit und für sich ganz persönlich erhalten. Aktive Sportverbände/-vereine, die bereits erfolgreich inklusive Prozesse initiieren, werden sich auf dem eingeschlagenen Weg bestätigt fühlen. Vereine oder Verbände, die sich bisher nicht mit der Thematik Inklusion im und durch Sport auseinandergesetzt haben, können Impulse für die eigene Arbeit finden. Es gilt: Eigene Meinungsbilder, Handlungsweisen und auch Strukturen (immer wieder) zu reflektieren und auch zu verändern – mit dem individuellen Tempo, das für jeden möglich ist.
Literatur
Boban, I. & Hinz, A. (2003). Index für Inklusion. Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt entwickeln. Halle (Saale): Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Fachbereich Erziehungswissenschaften.
Deutscher Behindertensportverband (2019). Positionspapier zur Umsetzung der UN-BRK im und durch Sport. Zugriff am 15.01.2020 unter
Deutscher Behindertensportverband (Hrsg.) (2014). Index für Inklusion im und durch Sport. Ein Wegweiser zur Förderung der Vielfalt im organisierten Sport in Deutschland. Frechen: Selbstverlag.
Hintergrundbild: Frau hilft einem Jungen an einem SportgerätHintergrundbild: Frau hilft einem Jungen an einem Sportgerät
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